Symposion: "Musikedition im Zeichen nationaler Identität" im Kongreßzentrum Weimar

 



Fr., 17. Sept. 2004
14.00 - 18.00 Uhr

 

 

Die Prinzipien und Methoden der wissenschaftlichen Edition von Noten, von Kompositionen, von musikalischen Werken haben sich im 19. Jahrhundert von spezifisch deutschen historischen und ästhetischen Positionen aus entwickelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand die Musikedition abermals im Zentrum der deutschen Musikwissenschaft und bildete Jahrzehntelang einen ihrer Schwerpunkte. Allmählich hat sich die wissenschaftliche Landschaft jedoch verändert. Die osteuropäischen Länder und Italien mit ihren eigenen Musiktraditionen, der angelsächsische Pragmatismus, der große und vielfältige amerikanische Markt und die Konfusionen, aber auch die neuen Vermittlungschancen, die aus den medientechnischen Entwicklungen erwachsen - all das zwingt zum internationalen Austausch.

Im Wechsel zwischen Überblick und exemplarischen Beispielen soll das Symposion Informationen geben, methodische Fragen und Probleme ansprechen und Kontakte vermitteln.

Sprecherin:
Helga Lühning



Helga Lühning
(Bonn, DE):
Kurze Introduktion: Über das Deutsche in der Musikedition

Christian Martin Schmidt (Berlin, DE):
Musikedition nur im Zeichen nationaler Identität?

Pietro Zappalà / Maria Caraci Vela (Cremona, IT):
Die Facoltà di Paleografia e Filologia musicale in Cremona.
Geschichte, Aufgaben und Methodik

Rossana Dalmonte (Trento, IT):
Probleme und Methoden einer italienischen Edition Neuer Musik.
Die Bruno Maderna-Ausgabe (Mailand, Suvini-Zerboni, 1995ff.)

Klaus Döge (München, DE):
"...sich den schöpferischen Vorhaben des Meisters anzunähern..."
Zur Geschichte der Gesamtausgaben in der Tschechischen Republik.

László Somfai (Budapest, HU):
From "all'ongarese" to Bartók.
Current Editions in Hungary